Die kleine Nette macht das schon ….
Dass Frauen gerne mal als “Helferlein” gesehen und behandelt werden, ist nix Neues
… und das nicht nur im familiären Kontext:
Mutti macht natürlich die Wäsche vom Partner und selbst von den erwachsenen Kindern, kümmert sich ums Essen, als einzige um den Hund, wischt abends noch mal den Boden und räumt Allen eben mal das Zimmer auf …auch wenn sie selbst berufstätig ist und eigentlich genügend zu tun hätte …
Ja, das kennen wir alle und wird häufig als Mutti-Syndrom belächelt und hingenommen … ist ja für die meisten bis auf Mutti seeeeehr angenehm.
Doch dieses Helferlein-Thema gibts auch in Unternehmen.
Frauen, noch dazu, wenn sie bescheiden, höflich, hilfsbereit sind und nett lächeln, haben ganz schnell die dämlichsten Aufgaben auf dem Tisch und gerne von allen Vorgesetzten und Kollegen, die eben mal vorbei gekommen sind.
Je netter, je jünger, umso leichter scheint es Männern zu fallen, das süße Helferlein eben mal einzuspannen.
Irgendwie wie selbstverständlich ist klar, dass die Frau Sowieso am Ende des Meetings das Protokoll tippt, noch mal schnell ein paar Kopien macht, den Kaffee holt: “Könnten Sie eben mal…”, “Sind Sie eben so lieb?”
Und JA !!!, Frau ist häufig so “lieb”, weil…
Interviewt man angestellte Frauen, wo sie ihre Stärken sehen, kommt dann gerne sowas wie “meine Freundlichkeit”, “Ich setz’ mich gerne für Andere ein.”
“Lieb und freundlich sein, Anderen helfen….” Frauen sehen darin eine Stärke. Das wäre an sich natürlich nicht schlimm,würde sich dahinter nicht die größte Karriere-Falle stecken, in die sie tappen.
Nichts gegen Freundlichkeit, aber ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Männer in geschäftlichen Dingen viel weniger lächeln und viel weniger darauf achten, wie Andere auf sie reagieren?
Es gibt nur Folgendes:
Ziele erreichen. Und zu wissen: Was nützt mir karrieretechnisch. Und was bringt das Unternehmen voran.
In einem Seminar hatte eine Teilnehmerin letzthin geklagt, sie käme mit ihrer Arbeit gar nicht mehr hinterher. Als ihr von den Kollegen im Seminar der Tipp gegeben wurde, sie solle sich doch Prioritäten setzen, die mit ihrem Vorgesetzten abgestimmt seien … schimmerte dann langsam in ihren Äußerungen durch, dass sie zusätzlich zu ihren Prio 1 und 2 – Aufgaben immer wieder auch Aufgaben der Anderen mitübernahm, das Telefon annahm, weil … und dann O-Ton: “die Anderen so viel zu tun hätten”. Sie war so von Empathie für ihre Kollegen überschwemmt, dass sie ihre eigenen Aufgaben und letztlich auch beurteilungsrelavante Ziele aus den Augen verlor bzw. sich so mit Arbeit zuschüttete, dass sie kurz vorm Kollaps war.
Das Spannende: sie registrierte zunächst überhaupt nicht, dass es gar nicht ihre Aufgabe war, in irgendeiner Weise für Andere die vermeintliche Feuerwehr zu spielen. Und es ging völlig an ihr vorbei, dass kein Anderer mit ihrer Arbeitsbelastung mitfühlte oder ihr etwas abnehmen wollte.
Die kleine Nette macht das schon … das ist die Denke, die Männer gerne zelebrieren.
Und Frauen kultivieren gerne ihre persönliche, mentale Freundlichkeits-Falle.
Nun kann man auf der einen Seite an Führungskräfte appellieren, dass sie Frauen und Männer in den Aufgabenstellungen gleichberechtigt und fair behandeln.
Eine Frage, die Sie sich als Führungskraft zwischendurch stellen können, ist z.B., ob, wenn Sie Frau Sowieso bitten, Ihre Kopien eben mal kurz zu Ende zu machen, diese oder ähnliche Bitten ernsthaft dem gleich qualifizierten Mitarbeiter Herrn Soundso antragen würden bzw. genauso häufig tun oder … nicht?!!
Wenn nicht, dann lassen Sie es in Zukunft! Nur so können Sie Ihren Beitrag leisten, dass ein gleichberechtigtes Arbeitsverhältnis gewährleistet wird, die relevanten Ziele erreicht werden, das Ganze ohne zusätzliche Burn-Out-Geschädigte, sprich: Sie damit letztlich Leistung und Geld fürs Unternehmen adäquat sicherstellen.
Soweit der Appell an Führungskräfte … ich weiß ja nicht, ob das was bringt… aber die Hoffnung stirbt zuletzt ,-))
Besser: die Ermutigung an die Damen:
Hören Sie auf ständig zu lächeln!
… um es provokant zu sagen, sondern kümmern Sie sich um IHRE Ziele und um die Aufgaben, die wirklich den Unterschied machen. Vergessen Sie, das Helferlein für Alle und Jedes zu mimen.
Das macht Sie nur abhängig, langsam, ergebnisarm, ausgelaugt und frustriert, denn es kommt nichts zurück. Kein Gewinn. Weder monetär noch emotional. Lassen Sie es einfach.
Gehen Sie lieber auf Ihren persönlichen Erfolgskurs!
Wenn Sie merken, aus irgendeinem magischen, seltsamen Grund klappts aber nicht und Sie tappen immer wieder aufs Neue in die gleiche Falle, dann empfehle ich Blockade-Coaching! Und ich unterstütze Sie, mental auf einen neuen Kurs zu kommen!














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