Führerschein mit 45: Sie hatte aus Angst keinen Führerschein, aber zwei Autos
Wie Katrin mit 45 Jahren ihre Angst überwand …
und endlich ihren Führerschein machte.
Katrin, 45 Jahre, Angestellte, verheiratet, Mutter zweier Kinder kommt zu mir ins Coaching.
Sie hat keinen Führerschein. Das macht ihr zu schaffen. Sie wohnt mit ihrer Familie nicht gerade zentral. Sie kann nicht eben mal ihre Tochter zum Reitunterricht fahren, einen größeren Einkauf für die Geburtstagsparty ihres Sohnes machen. Das muß entweder ihr Mann erledigen oder sie muß es wesentlich mühsamer per Bus und Bahn organisieren.
Und das, obwohl sie zwei Autos besitzen, es ihnen finanziell gut geht und nichts dagegen spräche, dass sie einfach den Führerschein macht. Aber sie hat Angst. So genau weiß sie eigentlich auch nicht, warum. Sie hat schon vieles in ihrem Leben geschafft und ist eine engagierte, lebensfrohe, aktive Frau. Aber sich bei einer Fahrschule anmelden. Nein, das geht irgendwie nicht.
Ich entscheide mich, mit ihr eine Interventionstechnik anzuwenden, die bei konkreten Phobien angewendet wird.
Zunächst lasse ich sie an ein Ereignis denken, bei dem sie sich absolut sicher, kompetent und als Herrin der Lage wahrgenommen hat. Ich lasse sie alle Sinneseindrücke wahrnehmen, die damit verbunden gewesen sind. Und während sie das alles wahrnimmt, drücke ich ihre Hand.
Wir reden kurz über etwas anderes und zwischendurch nehme ich wieder ihre Hand und drücke sie und frage sie, wie sie sich fühlt.
Als Antwort: sie fühlt sich sicher wie damals bei jenem Ereignis. Das, was ich gemacht habe, nennt man Ankern. Ihr subjektives Empfinden wurde an das Händedrücken geankert.
Das ist die Voraussetzung, um überhaupt mit Phobien zu arbeiten. Ein Sicherheitsanker.
Danach habe ich sie Schritt für Schritt durch eine Intervention geführt, in der sie den Auslöser ihrer Angst erkennen konnte. In ihrem Fall war es ein Auto-Unfall gewesen, den sie auf dem Beifahrersitz miterlebt hat.


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