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Archiv für die Kategorie ‘Ärger’

Menschlichkeit per se eine Blockade ?

30. Juli 2011 admin Keine Kommentare

Wollen Sie ein Projekt durchführen? Ein Projekt, in dem mehrere Personen eine Rolle übernehmen müssen, damit das Projektziel erreicht werden kann ?

Vor einigen Jahren hatte ich eine professionelle Projektmanagerin kennengelernt, die als selbständige Unternehmerin ihre Dienste anbot.

Sie erzählte, dass Sie in Zukunft – obwohl sie sehr gut in ihrem Job war und eine große Menge an Kompetenz und Erfahrung gesammelt hatte – keine Projektleitung mehr übernehmen würde.

Warum?

Der Faktor Mensch. Wäre das Menschliche nicht, die Projekte, egal wie komplex, groß und anspruchsvoll die Themen wären, die könnte sie gut steuern, aber die beteiligten Menschen wären die größten Hürden, um Ziele zu erreichen und das würde sie so stressen, dass sie sich entschlossen hatte, sich beruflich anderweitig zu orientieren.

Zwar ist es in  Unternehmen kaum üblich, sich mit der Menschlichkeit zu beschäftigen, schließlich sind alle “professionell” und “sachlich”, aber im Grunde weiß Jede/r, dass das Emotionale das größte Steuerungselement ist, das man entweder mit an Bord oder als ewigen Feind gegen sich hat.

Ein Glück, wenn alle Projektmitglieder emotional auf einer Wellenlänge sind, nicht nur das gleiche Ziel verfolgen, sondern im wahrsten Sinne des  Wortes, auch “miteinander gut können”, “sich riechen können”, sich sympathisch sind, sich verstehen, wohlwollend einander gesinnt sind und sich von Herzen wertschätzen.

Aber in welchem Projekt kommt das schon vor? Welche Projektmitglieder können sich ihre Teampartner/innen aussuchen?

Die Realität sieht in den meisten Fällen völlig anders aus. Da schwelen offene und verborgene Konflikte, alte Verletzungen, Antipathien, unterschiedliche Temperamente, die aufeinander prallen, verschiedene Kommunikationsstile, Machtspielchen und ob man will oder nicht auch so unangenehme Emotionen wie Angst, Scham, Neid, Missgunst, die direkt, indirekt oder hinten rum das Reden und Verhalten bestimmen.

Wenn man diese Seite des Menschseins bedenkt, ist es kein Wunder, warum es oft so schwierig ist, Projekte umzusetzen, selbst wenn es manchmal gar nicht um komplizierte Projektthemen geht.

Die Menschlichkeit – zumindest ein Teil davon – birgt ein großes blockierendes Potential – für sich selbst und für Andere. Das fällt dann umso mehr auf, wo Menschen in Teams miteinander klar kommen müssen.

Das Gute, es gibt auch andere Seiten im Menschen. Gott sei Dank! Schweiß von der Stirn wisch!

Ohne die wären Projekte gar nicht mehr durchführbar!

Sympathien, Wertorientiertheit, Teamfähigkeit, Neugier und Lust auf Veränderung, Spaß am Miteinander, Zielstrebigkeit, Respekt vor dem Anderen, Sich-selbst-nicht-immer-ernst-nehmen, Humor etc.

Wie heißt es so oft und gilt auch im Coaching: “Man kann den Anderen nicht ändern.” Nur zusehen, wo man an sich selbst das eine oder andere zum Besseren ändern kann.

Im Notfall gibt es auch die Mediation. Eine Mediatorin, die ich sehr schätze, ist Anita von Hertel.

Ich wünsche den Einzelnen, die an sich selbst etwas verändern möchten, ein gutes Einzel-Coaching z.B. vom Blockade-Coach ;-) und Unternehmen, die merken, sie müssten ernsthafte Konflikte in ihren Abteilungen in den Griff bekommen, eine kompetente Mediation!

Auf dass die gute Seite der Menschlichkeit das Hinderliche charmant und intelligent übertrumpfen möge! ;-)

Wie man mental richtig aussteigt – Teil 2

12. Mai 2011 admin Keine Kommentare

Sie haben den ersten Teil nicht gelesen???

Dann holen Sie das jetzt nach, er wurde vor einer Woche hier veröffentlicht. Der Artikel wartet hier eben auf Sie! ,-)

Damit Sie erfahren, welche Voraussetzung erfüllt sein muss, um in einer verfahrenen Gesprächssituation wieder auf einen guten Kurs zu kommen!!! Ganz wichtig!

Wenn Sie zu denen gehören, die den ersten Teil kennen und neugierig sind, worin der zweite Punkt einer optimalen Pausengestaltung ist, vielleicht auch schon geübt haben ?!!!

  • rechtzeitig eine Pause einzuläuten und
  • den Stress abzubauen

dann lesen Sie hier weiter:

2. Sehen Sie sich im Innern nochmal die letzte Gesprächssituation an und lernen Sie daraus!
Schauen Sie gleichsam als Außenstehender darauf. Sehen Sie auf der einen Seite sich selbst, wie Sie da standen und auf der anderen Seite der Andere. Beobachten Sie als neutrale Person, hören Sie zu, was Sie gesagt haben, was der Andere gesagt hat. Und lassen Sie sich überraschen, was Ihnen dabei auffällt.Wenn Sie ganz verwegen und mutig sind, schlüpfen Sie in Gedanken doch in die Person Ihres Gegenübers. Sehen Sie sich aus den Augen des Anderen, als Sie das Gespräch miteinander hatten. Fühlen Sie wie das ist, Ihnen gegenüber zu stehen, die Worte zu hören, die Sie gesagt haben. Und steigen Sie wieder aus dem Körper des Anderen aus. Begeben Sie sich wieder in die neutrale Position.

Was lernen Sie daraus?

  • Was könnte dem Anderen helfen, Sie besser zu verstehen, was macht es dem Anderen leichter, auf Sie zuzugehen?
  • Und/oder was können und wollen  Sie im kommenden Gespräch anders machen?

Wenn Sie diese beiden Hinweise befolgt haben, sind Sie wieder bereit, neu ins Gespräch einzusteigen.

Und Sie werden sehen, der Tag und auch der Abend werden danach nicht mehr versaut sein ;-)

Sollte dieses Selbstcoaching nicht zum Erfolg führen aus welchen Gründen auch immer, wenden Sie sich gerne an Ihren Blockade-Coach. Ich helfe Ihnen bei Ihrem individuellen Problem! info@blockade-coach.de ist meine Mailadresse ;-)

 

Wie man mental richtig aussteigt – Teil 1

5. Mai 2011 admin Keine Kommentare

Mental aussteigen, um wieder richtig einzusteigen …

Die Situation ist verfahren. Das Gespräch eine einzige hoffnungslose Reibung. Die Gedanken kreisen immer um das Gleiche. Die Worte scheinen einem auszugehen. Man hängt fest. Und Hilflosigkeit macht sich breit. Eine gewisse Wut drängt sich nach oben. Wut auf den Anderen, der einfach nicht kapiert oder kapieren will. Wut auf sich selbst, weil man es scheinbar nicht gebacken bekommt, sein Anliegen erfolgreich rüberzubringen. Man ballt innerlich und vielleicht auch äußerlich die Fäuste, der Kopf wird rot … und man meint, Rauch aus den Ohren empor steigen zu sehen …

Haben Sie das schon mal erlebt? Erleben Sie das häufig? Wenn ja, haben Sie Blockade-Coaching-Bedarf ;-)

Doch vorab sage ich Ihnen schon mal, was Sie als Selbstcoaching für sich (und Andere) tun können:

Es gibt verfahrene Situationen beruflich mit KollegInnen, MitarbeiterInnen, Vorgesetzten, Lieferanten, Kunden genauso wie privat mit der Partnerin, dem Lebensgefährten, dem Kind, sonstigen Verwandten, Bekannten, Freund, Nachbarn.

Gespräche, die einfach nicht funktionieren. Und man sich ärgert, dass der ganze Tag, der ganze Abend versaut ist, ertränkt in Frust und Zorn.

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind und haben sich verfahren. Was machen Sie dann? Sie gurken irgendwo herum von einem Dorf zum nächsten. Es wird dunkler und dunkler. Die Orientierung wird immer schwächer. Die Gefahr immer weiter vom Ziel abzukommen wird immer immer größer. Wie verhalten Sie sich? Fahren Sie solange bis Ihr Sprit leer ist und Sie irgendwo im Nirgendwo stehen um 2 Uhr nachts jenseits aller Zivilisation? Nicht wirklich, oder??? ;-)

Sie kramen die Landkarte raus, schalten den Navi ein, rufen den Freund an, hauen den nächsten Taxifahrer an oder fragen sonst jemanden nach Hilfe. In jedem Fall bleiben Sie stehen, um sich neu zu orientieren und nicht weiter im Herumirren zu bleiben, um sich noch übler zu verfahren. Sie bleiben stehen! Und steigen vielleicht sogar aus!

Irgendwie schaffen es aber viele sich genauso in Gesprächen NICHT zu verhalten. Wenn z.B. die Worte nicht funktionieren und der Andere sie nicht versteht, reden wir trotzdem mit den gleichen Worten weiter. Etwas lauter, etwas deutlicher, etwas gestenerfüllter. Man steigert sich rein, obwohl einem bewusst ist, dass man in einer Sackgasse gelandet ist. Und selbst sich so emotional hochlädt, dass man sich eine erfolgreiche Landung im Grunde selbst verunmöglicht.

Mental aussteigen. Was ist das? Nicht das, wonach es sich im ersten anhören könnte wie durchdrehen und irre die Äuglein verdrehen, das geschieht ja automatisch, wenn man sich in eine verfahrene Situation weiter hineindreht ;-)

Sondern es bedeutet, in diesen Situationen eine bewusste Pause, einen Break setzen. Für sich und für den Gesprächspartner. Nicht um die Flucht vorzubereiten! ;-) Sondern um sich neu zu sammeln.

Wenn wir in verfahrenen Situationen weiter in die Irre laufen, verlaufen wir uns nur noch mehr, werden immer gestresster … und der übermäßige Stress schaltet den Verstand, um es salopp zu sagen, AUS. Unter Stress ist das menschliche Gehirn nur noch in der Lage, zu fliehen, sich tot zu stellen oder anzugreifen. Alle drei Reaktionsvarianten sind in der zwischenmenschlichen Kommunikation, in der man ein produktives Ziel verfolgt, wenig bzw. so gar und überhaupt nicht hilfreich.

Die einzige Chance, die Sie haben, ist ein Break, eine Auszeit, in der Sie mental aus der Stressreaktion aussteigen.

Eine Pause zu machen ist immer legitim; und je eher Sie es sich erlauben, sie auszurufen, desto besser für Sie, für Ihr Gegenüber und für das Thema!

Zwei Dinge, die Sie in der Pause tun sollten:

  1. Nutzen Sie den Break, um den Stress abzubauen!
    Und wieder in einen entspannten Zustand zu kommen. Nur dann (!!!) haben Sie die Voraussetzung, selber vernünftig nachdenken zu können, ihre Kreativität frei zu setzen und neue, bessere Ideen zu erkennen, wie Sie Ihrem Gesprächspartner ihr Anliegen greifbarer machen können.Bauen Sie den Stress ab. Nutzen Sie die Dinge, die bei Ihnen gut funktionieren. Hören Sie etwas Musik, laufen Sie um den Block, hauen Sie in den Sandsack, hüpfen Sie auf der Stelle, atmen Sie bewusst tief ein und noch tiefer aus, trinken Sie ein Glas Tee, gucken Sie ein kleines Comedy-Video.  Was auch immer. Nur tun Sie’s! 

    Wenn Sie Ihren Stress runtergefahren haben, dann kommt der nächste Schritt – bevor Sie wieder ins Meeting, in die Begegnung gehen:

Den 2. Teil lesen Sie in einer Woche auf diesem Blog!

Bis dahin üben Sie sich schon mal im

  • rechtzeitigen Pause einläuten und
  • Stress abbauen

bevor Sie wieder ins Gespräch einsteigen.

Evt. haben Sie damit schon das Wichtigste getan und das Treffen gerettet! Ansonsten schauen Sie wieder vorbei oder melden Sie sich gerne bei mir unter info@blockade-coach.de!

Motivations-Wort zum 24. Oktober

24. Oktober 2009 admin Keine Kommentare

angry kittenDas Ärgerlichste am Ärger ist,

dass man sich selbst schadet

ohne Anderen zu nützen.

(K. Tucholsky)

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